Interview von Maria Heibel mit Pat Mooney

Montag
00:56:29
April
08 2013

Interview von Maria Heibel mit Pat Mooney

View 147.7K

word 3.9K read time 19 minutes, 41 Seconds

Vielen Dank, dass Sie bei uns sind und einige der Fragen beantworten, die wir Ihnen stellen möchten. Hier haben wir Ihre schöne Geo-Engineering Übersichtskarte, zu der Sie sagten, dass dies nur ein erster Schritt sei, denn nicht alles, was die tun, sei bekannt. Ich würde gerne wissen, was Sie mit dieser Karte zeigen wollten?

Wir sind sehr beunruhigt darüber, wie schnell sich die Idee, eine Manipulation am gesamten Planetaren System zu erlauben, vom Science Fiction über die wissenschaftliche Debatte plötzlich zur politischen Diskussion entwickelt hat.

Es scheint, je mehr die Regierungen ergebnislose Konferenzen zum Klimawandel in Kopenhagen, Cancun und Durban führen, desto mehr sagen sie auch: „Keine Sorge, es ist eine technologische Lösung in Sicht. Wir brauchen uns keine Sorgen mehr zu machen, weiter mit dem Bus zu fahren oder einen Wirtschaftswandel in Richtung „grün" zu verlangen.

… den Lebensstil zu ändern?

Ja, (sie sagen): „Für alles, was wir für diese Veränderung tun müssen, gibt es eine technologische Lösung, die sorgt schon dafür."

Hier auf Ihrer Karte sehen wir sogenannte „Hot Spots". Was ist damit gemeint?

An diesen Orten tut sich eine Menge. Hier wird Forschung zu Geo-Engineering finanziell von den Regierungen unterstützt; dort diskutieren Parlamente und Kongresse über die Idee des Geo-Engineering, und die wissenschaftlichen Organisationen sagen, sie wollen die Großversuche leiten.

Großversuche welcher Art?

Was uns am meisten beunruhigt, ist das sogenannte „Solar Radiation Management" (gezielte Beeinflussung der Sonneneinstrahlung), womit ein Weg gefunden ist, das Sonnenlicht zu blockieren. Schon wenn man das Sonnenlicht um weniger als 2% reduziert, kann man eine Temperaturreduktion erreichen, damit der Klimawandel verzögert wird. Es stoppt den Klimawandel nicht, es verzögert ihn.

Jetzt gibt es auch in Russland ernsthafte Gespräche über eigene Experimente (in dieser Richtung), und das Vereinigte Königreich / Großbritannien hat gerade vor ein paar Tagen ein Experiment abgebrochen, weil -

Das SPICE Projekt?

Ja, das Spice-Projekt, weil es dagegen einen großen öffentlichen Druck gab. Auch die USA sind aktiv auf der Suche nach Projekten, die sie testen können, und die NASA ist bereit, Experimente wie diese zu finanzieren. Wir sind der Meinung, dass auch China kurz vor der Durchführung eigener Experimente steht. Wir hoffen es nicht, aber wir denken, es könnte sein.

Und was für eine Bedeutung haben diese Hot Spots?

Sie befinden sich (auf der Karte) dort, wo es am wahrscheinlichsten ist, dass man die ersten großen Experimente sehen wird.

Machen die vorerst nur kleine Experimente?

Bislang sind es nur Computersimulationen.

Computersimulationen?

Ja, sie machen ihre Arbeit am Computer und im Labor. Sie kreieren Wetter in geschlossenen Einrichtungen, aber sie haben noch keine Freiluftversuche gemacht.

Es gibt ein Problem mit diesen Experimenten. Eigentlich sollte man sagen, Experimente müssen erlaubt sein, warum auch nicht? Aber das Fatale an diesen Experimenten ist, dass wir hier über unseren Planeten sprechen, und man kann (auf unserer Erde) kein „kleines Experiment" machen. Man weiß nichts (darüber).

Man muss da schon ein sehr großes Experiment machen. Also nehmen sie Schläuche, um Schwefel in die Stratosphäre zu blasen wie ein Vulkan. Und was passiert, ist nach aller Erfahrung - und auch die Computersimulationen zeigen dies -, dass der Indische Monsun runter nach Süd-Asien zieht und Chaos in der afrikanischen Sub-Sahara verursacht. Es kommt zu einer Dürre in Süd-Asien und zu einer Hungersnot in Afrika südlich der Sahara.

Für uns ist das in Ordnung. Meine Heimat Kanada wird nicht betroffen sein und Italien bekommt auch nichts ab – vielleicht.

Vielleicht. Wir wissen es nicht.

Eben. Wir wissen es nicht.

Wir hatten bislang keine Veranlassung, das zu tun. Es gibt keine zweite Erde als Experimentierfeld.

Absolut richtig.

Man experimentiert das erste Mal, und das wird Auswirkungen haben, die wir nicht einschätzen können. Und was ist mit der Wetterbeeinflussung in all diesen Gebieten? Wir wissen sehr gut, was in China und Russland läuft. Inzwischen weiß die ganze Welt, was sie machen, aber in Europa oder USA wird darüber nicht gesprochen.

….Wir sprechen sehr oft darüber.

Meist sind es kleinere Experimente, aber in 1969 beeinflussten zum Beispiel die USA das Wetter auf den Philippinen. Es traf die einheimische Bevölkerung und keiner wusste, was los war.

Dasselbe machten sie 1965/66 in Bahar, Indien. Dort gab es eine Hungersnot und sie versuchten das Wetter zu verändern. Auch in Pakistan und Vietnam haben sie es gemacht.

Die ganze Sache ist für die Industrieländer deshalb so attraktiv, weil sie dafür nicht die Vereinten Nationen benötigen. Sie brauchen keinen Konsens in Kopenhagen. Es müssen sich nur die Regierungen beispielsweise der Vereinigten Staaten, Chinas und Russlands zu einem gemeinsamen Test verabreden, und jede Nation bläst von ihrem Boden aus Schwefel in die Stratosphäre. Denn dafür ist eine multilaterale Vereinbarung zwischen den Regierungen nicht notwendig.

Nun gab es ja in Nagoya 2010 das Moratorium of the Organization of the United Nations. Was bedeutet diese Art der Übereinkunft für die Nationen, wenn der Mainstream darüber nicht berichtet hat und niemand darüber spricht?

Ja, schon, aber an manchen Orten wurde durchaus darüber geredet …

Und was bedeutet das für die Regierungen der einzelnen Staaten?

Sicherlich haben sie eine schwache Position. Aber das Nagoya Moratorium wurde am 5. Mai 2012 in Montreal überprüft. Die UN-Konvention für biologische Vielfalt hatte ein Treffen mit dem wissenschaftlichen Unterausschuss. Und der wissenschaftliche Unterausschuss hatte mit allen 193 Regierungen erneut eine Debatte über das Geo-Engineering. Die Entscheidung in Nagoya 2010 wurde überprüft, erneut unterstützt und wieder gestärkt. Also wird diese Entscheidung jedes Mal, wenn die Nationen zu diesem Moratorium zusammen kommen, bestärkt.

Das Problem ist: Die USA sind kein Mitglied der UN Konvention für biologische Vielfalt. 193 Länder haben sich der Konvention angeschlossen, aber nicht die USA, der Vatikan und Andorra.

USA, der Vatikan und Andorra …

Also müssen die Vereinigten Staaten gewissermaßen nicht gehorchen. Deswegen stellt die US-Regierung Gelder für Geo-Engineering Experimente bereit. Wir müssen also mit der Angelegenheit nach Rio gehen, damit alle Regierungen der Welt gemeinsam beschließen: Keine Geo-Engineering Experimente. Sie sind verboten.

Am 15. Mai 2012 waren Sie auf dem IMPLICC Final Symposium in Mainz, unter anderem mit David Keith, der ein großer Verfechter für die Ausbringung von Aluminium statt Schwefel in der Atmosphäre ist. Können Sie uns ein bisschen über das Stimmungsbild unter den Wissenschaftlern berichten, die an der Diskussion über die weltweite Manipulation der Erdatmosphäre beteiligt sind?

Wir hatten die Antwort der Britischen Regierung zum Abbruch des SPICE Projekts, und sie lautete: "Well, well be ice” Auch der für das SPICE Experiment Verantwortliche war auf der Konferenz.

Ja, er war dort. War das eine Folge des Symposiums?

Nein, nein, nur Pech seitens der britischen Regierung. Ich denke, der wirkliche Grund für die Entscheidung der britischen Regierung war, dass wir am vergangenen Montag eine Debatte in der Generalversammlung über das Geo-Engineering hatten und ich dazu eingeladen war, um meine Karte vorzustellen. Ich erläuterte die Karte als Herzstück des aktuellen Textes für die Verhandlungen in Rio. Und das ist der Grund: Die britische Regierung wollte das SPICE Projekt loswerden, bevor die Verhandlungen in Rio losgehen. Das war ihre Entscheidung.

Was halten Sie von dem Projekt von Caldeira und Keith, und dass sie von Bill Gates gesponsert werden?

Stimmt, sie werden von Bill Gates gesponsert. Er hat ihnen viereinhalb Millionen Dollar gegeben, das ist nichts. Für Bill Gates ist das -

Aber das heißt ja, dass Bill Gates Interesse an ihrer Arbeit hat.

Ja.

Und Keith arbeitet ja schon seit 19, 20 Jahren an dieser Art der atmosphärischen Manipulation.

Mhm.

Er sprach ja schon vor 20 Jahren darüber. Und jetzt spricht er über Aluminium statt Schwefel. Ich meine, Sie haben ihn in Mainz gehört?

Ja.

Und wie sieht die Situation aus?

Gut, er hat weitere dreieinhalb Millionen von Bill Gates bekommen, und zwar unabhängig von den viereinhalb Millionen, die als Zuschuss gegeben wurden. Und das ist mehr als –

Ich finde das seltsam. Ständig erzählen sie, sie hätten keine Wahl: „Wir brauchen diesen Plan B, denn die Regierungen machen nicht genug." Ja, es stimmt, die Regierungen machen nicht genug. Aber gleichzeitig verhalten sie sich so ... Und was macht man da? Ich meine, wenn Regierungen sich aufführen wir Soziopaten, dann gibst du ihnen doch nicht noch mehr Staatsgewalt.

Und ausgerechnet zu den USA, die den Klimawandel ja leugnen, zu sagen: „Es ist okay. Ihr könnt Schwefel und Aluminium in die Atmosphäre sprühen" – das ist einfach verrückt!

Wir haben uns selbst diese Frage gestellt: Gab es jemals eine Zeit in der Geschichte der Menschheit, in der Regierungen klug im Namen des Planeten gehandelt haben, oder klug in einer wirtschaftlichen, militärischen, ökologischen oder gesundheitlichen Krise ? Sie haben noch nie klug im Namen des Planeten gehandelt. Also werden sie eine unerprobte Technologie anwenden. Aber ist diese Nutzung ungefährlich?

Keith weiß genau über die Konsequenzen Bescheid, denn er sagte, es wird ein Trittbrettfahren auf Kosten der Gesundheit unserer Enkel sein. Also weiß er sehr, sehr gut, was sie gerade starten beziehungsweise was sie tun möchten.

Sie sagen alle das gleiche, und sie alle wollen diese Experimente machen.

Ja, aber sie sprechen immer nur über die globale Erwärmung und den Klimawandel oder CO2. Von Umweltverschmutzung, Lebensstil und all diesen Dingen ist nicht mehr die Rede.

Ich glaube nicht, dass sie Monster oder schreckliche Menschen sind, aber ich denke, dass sie ein völlig unrealistisches Gefühl für Politik haben. Ihnen ist nicht klar, dass wenn Geo-Engineering eine akzeptable Möglichkeit darstellt, sich die Industriestaaten eher für Geo Engineering entscheiden, als sich der harten Arbeit für den ökonomischen Wirtschaftswandel zu stellen.

Aber es gibt jetzt diese großen Lobbys, und sie wollen diese Sorte Wissenschaftler in Führung sehen...

Ja, sicher. Sie favorisieren lieber diese Sorte Wissenschaftler, als ihr bisheriges Handeln zu ändern.

Wir haben nur diese eine Atmosphäre. Wenn sie zusammenbricht, gibt es keine andere.

Aber es gibt Lösungen. Dafür sorgen Abstriche bei der Emission von Treibhausgasen und zweitens die Anpassung daran. Die Sache ist: Wenn es passiert, betrachten sie es als eine Unannehmlichkeit. Wir wissen, dass man dies ändern könnte. Es gibt viele Möglichkeiten, die Landwirtschaft so zu unterstützen, damit wir Nahrung für dieses und das nächste Jahrhundert haben. Aber wir nutzen diese Möglichkeit nicht. Und je mehr wir versuchen, dies als Ausrede für eine schnelle Lösung unserer Probleme zu benutzen, desto mehr vernachlässigen wir diese anderen Dinge.

Also ich denke, das ist die politische Situation. Keith geht davon aus, dass man ihnen zuhören wird. Die Politiker werden ihnen zuhören und entweder sagen: „Genauso sollten wir es machen", oder: „Wir sollten das nicht tun und wir werden es nicht tun."

Was würde zum Beispiel passieren, wenn sich in den nächsten Monaten ein Wirbelsturm auf Miami zubewegt, ein riesiger Wirbelsturm, und wenn gleichzeitig Obama die nächsten Wahlen gewinnen und seine Stimmen in Florida nicht verlieren will, und wenn in der Öffentlichkeit bekannt ist, das es technologische Möglichkeiten zur Wetterbeeinflussung gibt, die den Wirbelsturm stoppen oder seine Laufrichtung verändern könnten? Obama würde diese Technologie nutzen, selbst wenn das bedeutet, dass er dadurch Kuba zerstört. Er würde diese Technologie nutzen, damit er die Wahlen nicht verliert.

Und wenn Putin in Russland der Ansicht wäre, dass der Permafrost unter einer Stadt in Sibirien oder unter dem Marinestützpunkt und anderen Militärbasen schmilzt und alles vom Versinken bedroht wäre, würde er dann die technologische Wetterbeeinflussung nutzen, um das zu verhindern, selbst wenn er dadurch den Monsun in Asien gefährden würde? Er täte es!

Und würde China das tun? Wenn China eine Dürre im Westen hätte und die Regierung hätte Angst, von den Leuten gestürzt zu werden, würde China das tun.

Geo Engineering als politisches Instrument?

Ja

Und auch für die Wasserregulierung? Denn technologische Wetterbeeinflussung und Wassermanagement hängen inzwischen eng zusammen.

Völlig richtig.

Überall, wo sie Staudämme, Wasserenergie und so weiter haben, machen sie Wassermodifikation, verstärken den Regen ...

Erfolgreich sind sie dabei schon.

… von Mississippi bis Indonesien, sie tun es überall.

Ja. Sobald geotechnologisches Werkzeug als Möglichkeit anerkannt wird, werden die Regierungen Geo-Engineering (als Mittel zum Zweck) einsetzen.

Also ist es ein sehr, sehr starkes politisches und auch ein militärisches Instrument. Unser (hoch dotierter) General Fabio Mini in Italien sagte vor kurzem: “Sie haben es im Kosovo getan, sie taten es in Vietnam. Geo Engineering ist ein Instrument für die Kriegsführung“.

Ja. Und es gibt einen Vertrag dagegen, den Environmental Modification Vertrag. Er wurde von den Vereinten Nationen verabschiedet. Russland, die USA, Großbritannien, Deutschland und Italien, sie alle haben diesen Vertrag unterzeichnet, in dem steht, dass Geo Engineering nicht für militärische Zwecke genutzt werden darf.

Aber hier gibt es den feinen, kleinen Unterschied zwischen einem militärischen Vorhaben oder, dass Geo Engineering einfach mal extrem schlechte Auswirkungen auf deine Nachbarn hat.

Ist Ihnen Rosalie Bertell ein Begriff?

Natürlich.

Rosalie Bertell schätzt Ihre Arbeit sehr. Sie hat eine hohe Meinung von Ihrer Arbeit, und sie bekam ein Jahr nach Ihnen den Alternativen Nobelpreis. Sie hat ein sehr wichtiges Buch geschrieben: „Kriegswaffe Planet Erde".

Rosalie Bertell ist überzeugt, dass das Vorhaben, in die Atmosphäre Partikel aus Aluminium einzubringen, um die Erde zu „heilen" oder „kühlen", bereits jetzt umgesetzt wird, weil es ganz ohne erste Versuche nicht geht. Ich nehme an, Rosalie Bertell sieht sehr klar, was passiert: Einmal hier, einmal da, einmal dort, - es muss vorher erprobt werden. Sie können nicht plötzlich rund um die Welt damit anfangen, ohne es vorher ausprobiert zu haben. Sie müssen vorher im kleinen Maßstab sehen, was geschehen wird.

Ich mag sie sehr und ich bewundere ihre Arbeit. Ich glaube aber nicht, dass sie ganz richtig damit liegt, wenn sie sagt, es gibt bereits Experimente am Himmel über Städten. Einmal hat sie mir erzählt: “Sie machen es gerade über Singapur." Aber wenn Geo Engineering Experimente gemacht werden, dann tun sie es über dem Meer oder irgendwo, wo niemand es mitbekommt. Sie tun es nicht über besiedelten Gebieten, das macht keinen Sinn.

Wir kennen das von Atombombentests -

Haben sie hier welche gemacht?

Nein, nein. Aber zum Beispiel in Australien. Und heute haben die Leute Strontium in den Knochen.

Ja, sicher. Aber wo werden die Experimente gemacht?

Und den Fallout haben wir überall.

Absolut richtig.

Es ist eine Welt …

Ich stimme da mit Ihnen überein. Aber ich stimme nicht zu, dass sie Geo Engineering über Großstädten wie Singapur oder Seattle durchführen würden. Es macht mehr Sinn, dass sie es über den Ozeanen tun. Die Verschmutzung reicht überall hin.

Man hat diese Verschmutzung überall, wie bei Fukushima.

Ja, klar. Bis 1959 gab es 459 oberirdische Atombombentests über dem Pazifik und die Verschmutzung ging überall hin. Aber sie waren nicht so dumm, die Tests direkt über Seattle durchzuführen.

Das ist auch nicht der Punkt. Es ist völlig egal, wo sie das machen.

Ja, es geht überall hin.

Die Folgen treffen die ganze Welt.

Aber das ist ein Argument von Chemtrailern. Die sagen, dass diese Tests –

Es gab diesen Test bereits mit Mount Pinatubo im Jahr 1991. Als Mount Pinatubo auf den Philippinen explodierte, konnte man das Ergebnis sehen. Diese Sorte Experiment zeigt, was die Auswirkung ist, und ich denke, die liegen richtig, wenn sie wissen, dass so etwas wirkungsvoll das Klima verändern kann.

Was sie nicht wissen, ist, wie es den Planeten beeinflusst. Und das kannst du nicht rausfinden durch kleine Experimente über Städten oder sonstwo. Du musst das schon in großem Maßstab tun, um das planetare System zu beeinflussen.

Und das würden die nicht machen? Nachdem David Keith darüber referiert hatte, Tausende von Tonnen Aluminium in die Atmosphäre zu sprühen, gab ihm das Moratorium in Nagoya, Japan, die Erlaubnis für kleinere Testläufe.

Für kleinere Versuche.

In Amerika gab es in den 50er Jahren einen Großversuch: L.A.C..

Ich weiß.

Und die Bevölkerung wusste nichts davon.

Ja. Und auch in Großbritannien.

Wir können niemals wissen, was sie machen. Sie tun es ganz einfach, und wir haben keine Ahnung davon.

Ja, ja. Ja.

Wie werden sie erreichen, es weltweit umsetzen zu können? Wie können wir wissen, was sie tun? Zum Beispiel haben wir in Italien eine Vereinbarung zwischen der italienischen und der amerikanischen Regierung. Sie können künftig Klimasituationen schaffen, von denen wir nicht wissen, wo und wie. Universitäten und Forscher beschäftigen sich mit dieser Art von Forschung, und zwar nicht am Computer, sondern ganz konkret.

Ja.

Nun sind Sie bei all diesen Konferenzen und wissen weit mehr als wir darüber, Sie bekommen mit, was dort passiert. Was denken Sie, wie die ihr Ziel einer weltweiten Aluminiumversprühung in der Atmosphäre erreichen werden?

Ich denke, indem man beginnt eine Krise zu sehen. Wenn es plötzlich ein Umweltproblem gibt, wenn es plötzlich riesige Probleme in den Vereinigten Staaten gibt oder ein riesiges Feuer, oder eine riesige Katastrophe, etwas derartiges.

Sie wollen es tun. Und sie werden nicht davor zurückschrecken. Sie werden weitermachen und sie werden es tun.

Sie werden von einem Moment auf den anderen eine globale Aktion oder die von Keith vorgeschlagene Aluminiumsprüherei durchführen?

Keith will ganz sicher seine Experimente durchführen.

Ja?

Todsicher.

Weil er die Erlaubnis in Nagoya bekommen hat?

Nein. Weil er in den USA ist, in Harvard.

Ah ja!

Sie können es nicht außerhalb der USA tun.

Auch nicht in Europa?

Nein, kann er nicht. Denn die Russen, selbst wenn sie in Nagoya unterzeichnet haben, testen zweifellos selber irgendwo in Sibirien, absolut sicher. Wenn in den USA getestet würde, wüssten wir davon. Tatsache ist, dass sie versuchen, finanzielle Unterstützung zu bekommen. Und das spricht dafür, dass es bislang noch nicht gemacht worden ist.

In Großbritannien haben sie es mit dem SPICE Programm versucht. Aber sie konnten es nicht tun, und das spricht dafür, dass sie nicht weitermachen. Sie tun es nicht.

Ist Ihnen Rosalind Peterson ein Begriff?

Ich habe den Namen gehört, aber ich kenne sie nicht persönlich.

Auch sie sprach bei den Vereinten Nationen. Sie ist Wissenschaftlerin und führte in Kalifornien viele Analysen durch. Sie hat im Boden und im Wasser eine große Menge Barium und Aluminium nachgewiesen.

Ja?

Sie sagt, sie zerstören die Atmosphäre. Sie tun es bereits. Ich gehe davon aus, Sie kennen den Film von Michael Murphy? Wir wissen aus der Vergangenheit, dass sie uns nicht sagen, was sie tun.

Ich verstehe.

Also müssen wir sehr gut aufpassen, was sie machen, denn wir essen, trinken und atmen.

Die Geschichte ist diese:

Vor fünfzig Jahren hatten wir die Kubakrise. Die Regierungen wurden darauf vorbereitet, den Planeten in die Luft zu sprengen um ihre Stellung zu verteidigen, von der sei meinten, das sei Demokratie. Das war der Kalte Krieg. Jetzt haben wir einen heißen Krieg. Es ist der heiße Krieg des Klimawandels, und die gleichen Regierungen sind bereit, die gleichen Risiken im Namen des restlichen Planeten zu übernehmen und die planetarischen Kühlstufen zu steuern. Obwohl sie kein Recht dazu haben, werden sie es wieder tun; das stelle ich absolut nicht in Abrede.

Es ist zwar riskant, aber ich denke, wenn wir in Rio nicht nur ein Moratorium hätten, sondern ein Statement der Vereinten Nationen, mit dem gesagt wird, dass wir Geo-Engineering für einen Akt des Krieges halten, weil die Regierungen, die dies tun, den Planeten angreifen ...

Es müsste ein Wortlaut wie dieser sein. Das würde die USA bewegen, sehr viel vorsichtiger zu sein, und selbst Russland und China würden vorsichtiger werden, vor allem China. Ich weiß nicht, was Russland ...

Könnten Sie noch etwas zu Ihrer Karte sagen und erklären, was die machen?

Wie bitte?

Werden Sie Ihre Geo Engineering Karte noch weiter ausgestalten?

Oh ja. Ja. Wir werden weitere Daten bekommen und sie in die Karte einfügen. Die Datenbank haben wir im Internet und aktualisieren sie fortlaufend.

Was halten Sie generell von Wissenschaftlern? Auch hier in Italien haben Sie ja eine Menge Kontakte.

Wissen Sie, ich beobachte sehr oft, dass Wissenschaftler gerne von den Projekten wegkommen wollen, weil sie sehr gut wissen, dass die Arbeit, die sie da machen, vielleicht nicht das ist, was sie tun möchten.

Denn inzwischen ist eine Menge Forschung damit verbunden, die unklar ist.

Aber Sie sind sich nicht sicher, ob dies das Geo Engineering betrifft oder andere Forschungen?

Jeder Wissenschaftler bearbeitet nur ein kleines Teilstück. Man kann das also auch ignorieren, oder man will es nicht sehen.

Es ist wirklich seltsam, dass wir uns derart viel mit Nanotechnologie und Biotechnologie befassen.

Ja, das ist der andere Punkt. Geo Engineering funktioniert mit Nanopartikeln.

Ja, natürlich. Absolut. Aber all diese Dinge tun das.

Es handelt sich ja nicht um Kohlenstaub.

Nein, es sind sehr kleine Partikel.

Zu klein für die Natur und für uns.

Ja. Aber Wissenschaftler, die an diesen Abkommen beteiligt sind, sagen alle, sie sind sehr froh darüber, dass wir uns Sorgen über das Geo Engineering machen, denn die Geo-Ingenieure sind wirklich gefährlich.


Ja.

Was sie machen, ist in Ordnung. Aber Geo-Engineering ist übel, und die Art und Weise ist seltsam. Ein Geo-Ingenieur, mit dem ich sprach, sagte: “Die Biotechnologie ist wirklich gefährlich, aber Geo-Engineering ist nicht so schlimm.“

Wissenschaftler sind sehr naiv.

Source by Maria_Heibel


LSNN is an independent editor which relies on reader support. We disclose the reality of the facts, after careful observations of the contents rigorously taken from direct sources, we work in the direction of freedom of expression and for human rights , in an oppressed society that struggles more and more in differentiating. Collecting contributions allows us to continue giving reliable information that takes many hours of work. LSNN is in continuous development and offers its own platform, to give space to authors, who fully exploit its potential. Your help is also needed now more than ever!

In a world, where disinformation is the main strategy, adopted to be able to act sometimes to the detriment of human rights by increasingly reducing freedom of expression , You can make a difference by helping us to keep disclosure alive. This project was born in June 1999 and has become a real mission, which we carry out with dedication and always independently "this is a fact: we have never made use of funds or contributions of any kind, we have always self-financed every single operation and dissemination project ". Give your hard-earned cash to sites or channels that change flags every time the wind blows , LSNN is proof that you don't change flags you were born for! We have seen the birth of realities that die after a few months at most after two years. Those who continue in the nurturing reality of which there is no history, in some way contribute in taking more and more freedom of expression from people who, like You , have decided and want to live in a more ethical world, in which existing is not a right to be conquered, L or it is because you already exist and were born with these rights! The ability to distinguish and decide intelligently is a fact, which allows us to continue . An important fact is the time that «LSNN takes» and it is remarkable! Countless hours in source research and control, development, security, public relations, is the foundation of our basic and day-to-day tasks. We do not schedule releases and publications, everything happens spontaneously and at all hours of the day or night, in the instant in which the single author or whoever writes or curates the contents makes them public. LSNN has made this popular project pure love, in the direction of the right of expression and always on the side of human rights. Thanks, contribute now click here this is the wallet to contribute


Similar Articles / Intervie...at Mooney
from: ladysilvia
by: UNIPR